Bilder Ausflug Kaub - Koblenzer Fernmelder

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Militärgeschichtliche Weiterbildung

Blüchers Rheinübergang bei KAUB

Es ist reiner Zufall, dass das Thema der militärgeschichtlichen Weiterbildung unserer Kameradschaft dem Schwerpunkt der taktischen Ausbildung des Heeres im Jahr 2010  "Überwinden von Gewässern" entspricht.
Während der Anfahrt nach KAUB schilderte unser bewährter Militärgeschichtler, Herr Hauptmann Schmidt vom Zentrum Innere Führung, den Teilnehmern den Zustand des Preußischen Heeres nach der Doppelschlacht bei JENA und AUERSTEDT ( 14.10.1806 ). Ebenso wurden die Reformen Scharnhorsts, die geschichtliche Entwicklung bis zur Völkerschlacht bei LEIPZIG (16. bis 19.10.1813.) dargestellt und in die Ausgangslage am 31.12.1813 eingewiesen. Der Verfügungsraum des Yorckschen Korps und der Ablaufpunkt WEISEL wurden vom Bus aus besichtigt. Vom Feldherrnhügel über KAUB wurde nach einer Geländeeinweisung der Ablauf des Übergangs geschildert.
Es war beeindruckend, wie Blüchers Schlesische Armee, die je zur Hälfte aus deutschen und russischen Soldaten bestand mit


52000 Soldaten
15000 Pferden und
200 Geschützen

gegen schwache französische Sicherungskräfte auf der linken Rheinseite bei Nacht, Schnee und klirrender Kälte unter Einbeziehung der Rheinpfalz den Rhein überwand. Damit wurden die Voraussetzungen zur Einnahme der Festung MAINZ und schließlich zur Eroberung von PARIS geschaffen.
Im Blüchermuseum in KAUB konnte anschließend ein Ponton, den russischen Pioniere aus Holz, Sackleinen und Teer gebaut hatten, besichtigt werden. Der Leiter des Museums berichtete über Blüchers Biografie, zeigte einen Teil der Ausrüstung und der eingesetzten Handfeuerwaffen und vertiefte das bis dahin Gehörte mit Dokumenten, Bildern und Diaramen.
Doch die Reise in die Geschichte ging noch weiter.
Während sich die "Truppe" in einem Weinlokal bei einer Weinprobe und einer deftigen Winzerbrotzeit stärkte, berichtet der Winzer über die Geschichte der Ortschaft KAUB. Dabei wurde auch der historische Freistaat FLASCHENHALS vorgestellt, der von 1919 bis 1923 de facto existierte und auf einem Irrtum der amerikanischen und der französischen Besatzungsmächte beruhte.
Zur Überraschung aller begrüßte uns noch das "Elslein von KAUB".
Dank an dieser Stelle Herrn Hauptmann Schmidt, der uns einen hoch interessanten und erlebnisreichen Nachmittag im UNESCO-Weltkulturerbe OBERES MITTELRHEINTAL gestaltet hat.


          Si.
          24.04.2010

 
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