Morbach2016 - Koblenzer Fernmelder

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Morbach2016

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Kameradschaft der Fernmelder Koblenz/Lahnstein e.V.
Betreuungsfahrt nach MORBACH am 30.Apr. 2016
Nostalgie – Faszination und Zukunftsvision
 
 
Die   Kameradschaft  führte   am  30. April für   ihre  Mitglieder und   Gäste  zum   Frühjahrsbeginn eine
 
Besichtigungsfahrt mit 33 Teilnehmern unter Leitung von Herrn Oberst a.D. Siegel nach MORBACH - Abfahrt
 
09:00 Uhr - zum Besuch des    Deutschen Telefonmuseums    und Besichtigung des Energieparks MORBACH durch.
 
 
Nostalgie:
Unser erstes Ziel war der Besuch des „Deutschen Telefonmuseums MORBACH“.         
Hier wurde uns vom Leiter des Museums, Herrn Warth, eines ehemaligen Post/Fernmeldeingenieurs,  in verschiedenen Themenräumen interaktiv die Entwicklung des Fernsprechwesens und der Telegraphie - bezogen auf Deutschland – präsentiert.
Es handelt sich hier um die umfangsreichste Sammlung von ca. 2.000 Exponaten – allein  750 Fernsprechapparate-, die 1994 einen Eintrag in das „Guinness-Buch der Rekorde“ fand.
 
Von besonderer Bedeutung sind die Kombination der Fernsprech- und Telegraphen-Apparate mit den zeitlich dazugehörigen Vermittlungseinrichtungen sowie die funktionsfähige Verbindung der meisten Exponate untereinander.
 
 
In begleitenden Erläuterungen wurden die einzelnen Entwicklungsstufen der Telefonie vom eigentlichen  Erfinder, Charles Bourseilles  um 1849, über die weiteren Entwickler der Technik,   - Johann Philipp Reis,  -Alexander Graham Bell, - Heinrich von Stephan – und  Werner von Siemens – verdeutlicht.
 
Interessant, besonders für uns Fernmelder, war das „Anfassen und Ausprobieren“ der einzelnen alten Endgeräte im Verbund mit den dazugehören Vermittlungseinrichtungen  von den ersten Handvermittlungen bis hin zur Wählertechnik im Selbstwählerdienst.
In einer geistigen Ruhepause konnten wir uns im Museum bei Kaffee, Tee und gutem Kuchen für den weiteren Vorhabenteil  stärken.
 
Faszination und Zukunftsvision:
 
 
 
Nach dem Nostalgie-Teil wechselten wir um 14:00 Uhr zur modernen und zukunftsträchtigen  Technik der Energiegewinnung  in die „Energielandschaft MORBACH“                         
 
 
Hier wurden wir von einem Mitarbeiter der Gemeinde MORBACH / Energielandschaft MORBACH,  - Herrn Krickel -,  im Informationszentrum zu einer Einweisung  erwartet:
Im Jahr 2001 entschied sich die  Gemeinde MORBACH ein bis ins Jahr 1995 als größtes Munitionsdepot/Bombenlager der US-Luftstreitkräfte in Europa genutztes Gelände (ca. 145 ha, gemeindeeigen) für die   nachhaltige Gewinnung regenerativer Energie aus Sonne(Licht), Wind und Biomasse  zu verwenden.
Nach einem Jahr Planungs- und Genehmigungsverfahren  entstand auf  dem Areal die „Energielandschaft MORBACH“.
 
Einzelne Nutzflächen wurden durch die Gemeinde an verschiedene Firmen zur Erprobung von Energiegewinnungstechniken und deren Nutzung und Vermarktung in Eigenverantwortung vermietet.
 
Herr Krickel  führte unsere Gruppe nach der allgemeinen Einweisung,   wegen der regnerischen Wetterlage im Bus, zu den einzelnen Energiegewinnungsanlagen und erklärte an mehreren Haltepunkten  die Technik/Funktion
der Anlagen:
Photovoltaikanlagen
teilweise auf starren und drehbaren Holz- und Metallständern  mit ca. 20.000 m2  Nutzfläche,
Warmwassergewinnungsgeräte
Windkraftanlagen
 
               14 Windräder ,    Mast / Narbenhöhe       ca.  100 m,           Gesamthöhe ca. 140 m
 
                                                Flügellänge:  ca. 30 bis 36 m,
 
             neue Anlagen –geplant  Mast / Narbenhöhe         ca.  150  m,            Gesamthöhe ca. 200 m
                                                       Flügellänge                 ca. 45  bis 48   m,
 
Biogasanlage
 
Güllevergasung in Verbindung mit einem   Holzhackschnitzelheizwerk   und einem   Holzpellet-Produktionswerk
 
Die Gesamtleistung der Energielandschaft MORBACH beträgt rund 39,7 MW mit einem Jahresertrag von ca. 45 Mio. KW/h elektrischen Strom mit einer  jährlichen  CO“-Einsparung von 32.500 to.
 
Die gewonnene Energie wird, sofern nicht im Produktionsbereich zu einem geringen Teil selbst gebraucht, ins allgemeine öffentliche Energienetz eingespeist und überwiegend im Gemeindebereich und Gewerbepark selbst genutzt.
 
Das Holzmaterial kommt aus der Region, die Pellets werden in der Region vermarktet
Abschließend konnten in ehemaligen US-Schutzbunkern  moderne Dokumentationen eingesehen werden:
 
Bunker „Kalter Krieg“  historische Bild- u. Tondokumente zum Kalten Krieg,
Bunker „Klimawandel“
Klimawandel     -   Auswirkungen/Gefahren fossiler und nuklearer  Energieträger
-  Nutzung regenerative Energiegewinnung
Ein gemeinsames Abendessen  ab 17:00 Uhr in  Rohr’s Restaurant in MORBACH-RAPPERATH und die Rückfahrt um 19:00 Uhr  nach KOBLENZ beendeten die äußerst informative Betreuungsfahrt.
 
 
Inhaltlich auszugsweise Angaben
zu den Besichtigungen:    
www.deutsches-telefon-museum.de
Flyer DEUTSCHES TELEFON MUSEUM
www.energielandschaft.de
Flyer Energie Landschaft Morbach
Weitere Informationen / Fotos unter
www.diefernmelder.de
 
 
Koblenz, 04.05.2016
 
D. Clausen, Schriftführer
 
 
 

 
 

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